Schuhbecks am Platzl, 80331 München
Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich das Vergnügen, in Alfons Schuhbecks Kochschule zu einem Abendessen mit Kochexkursion im kleinen Kreis eingeladen zu werden. Vielen Dank nochmals nach Hameln an dieser Stelle ;-)!! Das Ganze war natürlich ein außergewöhnliches Highlight und für mich wohl die exklusivste Gourmeterfahrung bis dato in meinem Leben ;-).
Möchte gar nicht wissen, was dieser Abend wohl gekostet haben mag. Für nur insgesamt 20 Gäste war die komplette Alfons Schuhbecks Kochschule einen ganzen Abend lang ein kulinarisches Paradies. Insgesamt 7 Bedienungen und Köche haben sich um unser leibliches Wohl gekümmert. Die Kochschule besteht aus einer großen Küche und einem etwas höher gelegenem Nebenraum. Die Tafel war im erhöhten Nebenraum gedeckt, von wo aus man in die Küche hinunter und dem Zubereiten der Speisen zusehen konnte.
Bei den Bilder mußte ich radikal aussortieren, leider hatte ich natürlich nicht gefragt, ob ich die fotografierten Menschen auch veröffentlichen darf. Also sind jetzt alle Bilder mit Gesichtern aussortiert oder bearbeitet. Übrigens hat Alfons Schuhbeck an diesem Abend nicht selber für uns gekocht, wohl aber nach dem Rechten gesehen und auf einen Sprung und einen Small Talk an den Tisch gekommen.
Noch im Innenhof vor Schuhbecks Kochschule gab es einen Sektempfang, dann an der schön gedeckten Tafel angekommen, wurden sofort Getränke gereicht.
 Dabei konnte jeder natürlich trinken was er wollte, für das Essen waren laut Karte jedoch zwei Weine ausgesucht, nämlich:
- 2006er Riesling “Loess Gewanne”, Qualitätswein trocken (Q.b.A.), Weingut Markus Schneider, Deutschland ; und ein
- 2005er Comte de Stephan, Merlot & Cabernet Franc, A.O.C., Domaine Graf von Neipperg, Frankreich
Das Abendmenue begann mit einer Zwiebelsuppe, in der sich sauer marinierte Nürnberger Bratwürste befanden. Dies wurde in der Karte als “kleiner Gruß aus der Küche” angekündigt. Die Nürnberger Bratwürste waren übrigens von HoWe Wurstwaren, an der Uli Hoeneß, der Bayern Manager und ehemalige Profispieler beteiligt ist.
Der Gruß aus der Küche mutete etwas seltsam an, ließ aber alle Geschmacksnerven vor Glück frohlocken.
Danach kam eine “Sülze vom bayrischen Gockel mit Linsenmarinade”…
Nach diesem Gang wurden alle Gäste in den Kochbereich der Kochschule gebeten, wo mir eine kleine Exkursion im Kochen erhielten. Hier wurde nun vor unseren Augen das “Nudelgangerl” gekocht, und zwar “Linguine mit Parmesan”.
Obwohl ich selber gern koche und nicht ganz unerfahren bin, war es doch verwunderlich, was man selbst beim einfachen Nudelkochen alles falsch machen kann. Eine interessante Variante fand ich, daß im Nudelwasser eine Chillischote und ein großes Stück Ingwer mitgekocht wurden, was selbst die puren Linguine richtig schmackhaft werden ließ.
Der “Kochkurs”:
Die fertigen Nudeln:
Beim Anrichten:
Und die fertigen Linguine mit Parmesan und Trüffelöl-Brühenschaumsauce:
Ein Traum anzusehen waren die vielen Schalen mit verschiedensten Gewürzen:
Die Linguine haben wir dann im Stehen in der Küche verzehrt.
Danach begab man sich wieder in den oberen Raum an die Tafel, trank Wein und eiferte dem nächsten Gericht entgegen.
Und dieser Gang war ein absolutes Gedicht, unglaublich schmackhaft….einfach von Meisterhand gekocht!!
Zum Glück waren noch große Schüsseln mit Spätzle auf dem Tisch verteilt, aus denen sich jeder noch nachholen konnte. Die Anfangs auf dem Teller drapiert waren, dienten wohl mehr dem Showeffekt als der ernsthaften Ernährung eines Menschen ;-)!
Als Allgäuer bin ich natürlich mit Spätzle groß geworden und deren größter Fan. Somit dachte ich alle Varianten an Spätzle zu kennen…dem ist definitiv nicht so…denn Topfenspätzle waren mir gänzlich unbekannt und damit hatte ich wirklich etwas verpasst. Dabei ist die Idee, in den Spätzleteig Quark einzuarbeiten, eigentlich so simpel wie genial. Der Quark verleiht den Spätzle eine ganz angenehme und frische Note.
Als Dessert gab es gratiniertes Passionsfruchtparfait mit Topfenschaum und Erdbeeren, was ebenfalls ein wahrer Genuß war:
Nach dem Dessert wurden wir noch von einem Zauberer unterhalten. Zumindest mich haben seine Zaubertricks ungemein verblüfft.
Zum Abschluß des Mahls wurden noch Alfons Schuhbecks Trüffelvariationen gereicht und ein sensationeller kulinarischer Abend ging dem Ende entgegen. Als Abschiedsgeschenk erhielt jeder Gast noch das Rezepz für die Linguine und ein Geschenkpacket mit 3 erlesenen Schuhbeck Gewürzen. Jeweils eine 70 g Dose mit Schuhbecks Curry, arabischem Kaffeegewürz und einem toskanischen Nudelgewürz.











